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Tschechische Grenzpolizei: secunet Technologie beschleunigt Prozesse nach EES-Einführung signifikant

Nach mehr als zehn Jahren Vorbereitung und einer 180-tägigen Rollout-Phase ging das Ein- und Ausreisesystem der EU (Entry/Exit System, EES) im April 2026 in allen 29 Schengen-Staaten in Betrieb. Ein erheblicher Teil dieser Staaten, darunter Deutschland, Österreich, Schweiz und Tschechien, setzt dabei auf Grenzkontrolltechnologie von secunet. Diese sorgt für eine reibungslose Anbindung an das EES, nimmt biometrische Gesichtsbilder auf und prüft automatisiert die Identität von Reisenden. Erfahrungen der Tschechischen Grenzpolizei im Livebetrieb bestätigen, dass die secunet Technologie die Wartezeit der Reisenden trotz der aufwändigeren EES-Prozesse begrenzt. Dafür sorgen zügig arbeitende automatisierte Grenzkontrollsysteme sowie Selbstbedienungskioske, an denen Drittstaatsangehörige ihre Daten vorab eingeben können.

Tschechien ist einer der wenigen Schengen-Staaten, die sich für eine sofortige Aufnahme des vollständigen Betriebs entschieden haben. Dieser Start fand bereits im Oktober 2025 statt, so dass heute belastbare Erkenntnisse über den Livebetrieb vorliegen. Mit einer durchschnittlichen Durchgangszeit von 24 Sekunden pro Person sorgen die automatisierten secunet easygate Grenzkontrollsysteme für Tempo bei der Ausreise von Drittstaatsangehörigen. Gleichzeitig erfüllen die secunet easykiosk Selbstbedienungskioske erfolgreich ihre Aufgabe als Prozessbeschleuniger: Sie entlasten die Grenzkontrollbeamtinnen und -beamten, indem sie die Registrierung und Datenerhebung vom Schalter an die Kioske verlegen. Auf diese Weise konnte der durch das EES bedingte Mehraufwand wirksam abgefedert werden.

„Bei der EES-Einführung waren wir gut vorbereitet, und der Start ist sehr reibungslos verlaufen“, sagt plk. Mgr. Petr Malovec, Ph.D., Deputy Director of the Directorate of the Foreign Police Service bei der Polizei der Tschechischen Republik. „Außerdem war uns wichtig, dass sich unser Personal trotz des Mehraufwands weiterhin auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann und den Reisenden weiterhin eine angenehme Reiseerfahrung geboten wird. Auch diese Ziele haben wir erreicht, und die secunet Lösungen haben uns maßgeblich dabei geholfen.“

Die secunet easygate Grenzkontrollsysteme waren in Tschechien bereits vor der EES-Einführung im Einsatz, wurden aber für das EES so erweitert, dass sie auch bei der Ausreise von Drittstaatsangehörigen genutzt werden können. Die Tschechische Grenzpolizei setzt darüber hinaus auf ein ganzes Paket miteinander verzahnter Lösungen aus dem secunet border gears Portfolio, z.B. secunet easytower Gesichtsbildkameras und die zentrale Serverkomponente secunet easyserver. Die Lösungen sind vollständig „Made in Europe“ und stärken somit die europäische digitale Souveränität. Sie kommen in Tschechien an mehreren Flughäfen zum Einsatz, darunter der Václav-Havel-Flughafen in Prag.

Bei dem EES handelt es sich um die größte Neuerung in der europäischen Grenzkontrolle seit Einführung des Schengen-Raums. Sämtliche Grenzübertritte von Drittstaatsangehörigen werden künftig biometrisch registriert.

Die Einführung des EES gehört zur Smart Borders Initiative der Europäischen Union. Die EES-Einführung verpflichtet Drittstaatsangehörige dazu, sich an Land-, See- und Luftgrenzen des Schengen-Raums mit Gesichtsbild und vier Fingerabdrücken registrieren zu lassen. Die Daten werden im zentralen EES der EU gespeichert. So lässt es sich künftig leichter feststellen, wenn Drittstaatsangehörige die zulässige Aufenthaltsdauer überschreiten. Zudem sollen illegale Einreisen in den Schengen-Raum verhindert werden.

Mehr über secunet border gears im Zusammenhang mit dem EES

Pressemitteilung von November 2025 zum EES-Start in Zürich