Europäische Grenzkontrolle in Bulgarien: SSARM und secunet setzen das europaweit erste EES-Projekt um

Im Rahmen der Smart Borders Initiative hat das EU-Parlament die Einführung des gemeinsamen biometrischen Einreise-/ Ausreisesystems (Entry/Exit System, EES) zur Registrierung aller Reisenden aus Drittstaaten beschlossen. Angehörige von Drittstaaten (Third Country Nationals, TCN) müssen sich demnach ab 2022 bei der Einreise in Länder des Schengen-Raums an Land-, See- und Luftgrenzen mit vier Fingerabdrücken und Gesichtsbild registrieren lassen.

Das bulgarische Innenministerium hat im Rahmen einer Ausschreibung die Firma SSARM als Generalunternehmer mit der Implementierung des europaweit ersten EES-Projekts beauftragt. Der Lösungsanbieter secunet liefert und installiert als Subunternehmer von SSARM 20 secunet easygates für die automatisierte Grenzkontrolle einschließlich Gesichts- und Fingerabdruckverifikation sowie acht Selbstbedienungskioske – secunet easykiosk – für die Vorerfassung von TCN. Für stationäre Grenzkontrollschalter stellt secunet 66 secunet easytowers sowie Fingerabdruckscanner für eine qualitativ hochwertige biometrische Erfassung von Gesichtsbildern und Fingerabdrücken bereit.

Die EES-Komponenten werden an den Flughäfen in Sofia, Varna und Burgas installiert.

Automatisierte Systeme und Selbstbedienungssysteme spielen eine Schlüsselrolle, um den zusätzlichen Aufwand zu kompensieren, den das EES durch die biometrische Erfassung an der Grenze erfordert. Der Grenzkontrollprozess wird durch die Lösungen sowohl vereinfacht als auch beschleunigt. Mit den EES-Lösungen aus der Produktfamilie secunet border gears wird Bulgarien die neuesten Technologien für eine zukunftsfähige, sichere und effiziente Grenzkontrolle implementieren.

Zum Einsatz kommt die neue Generation des secunet easygate. Sie bietet modernste Gesichts- und Fingerabdruckverifikation sowie die neuesten Schutzmechanismen für die Erkennung von Täuschungsversuchen, sogenannten Präsentationsangriffen.

secunet easykiosk und secunet easytower gewährleisten die ISO-konforme, qualitativ hochwertige Erfassung von Gesicht und Fingerabdrücken. In Anbetracht der Größenordnung des EES mit geschätzten 300 Millionen Einträgen von TCN ist dies eine Grundvoraussetzung für die zuverlässige und effiziente Identifizierung bei Grenzkontrollen.
SSARM ist in der Rolle des Generalunternehmers für das Projektmanagement verantwortlich und stellt Installations- und Supportdienstleistungen. Die Installation beginnt am Flughafen Sofia. Aktuell rechnen die beteiligten Unternehmen mit einem Abschluss des gesamten EES-Projekts noch vor dem Sommer 2021.

"Das Projekt zum Upgrade des automatischen Grenzkontrollsystems auf dem Staatsgebiet der Republik Bulgarien in Übereinstimmung mit der Verordnung 2226/2017 und dem EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) ist für uns sehr wichtig und wird Bulgarien als eines der ersten Länder in der EU positionieren, das über eine echte Implementierung einer EES-fähigen Lösung für die automatisierte Grenzkontrolle verfügt. Wir werden alle unsere Anstrengungen darauf richten, dieses Projekt so schnell wie möglich zu verwirklichen, und wir zielen darauf ab, als eines der ersten Länder in der EU mit diesem Projekt in Betrieb zu gehen. Zudem werden wir unsere Bemühungen fortsetzen, um das Projekt auch auf Landgrenzen auszuweiten", erklärt Mladen Petrov, Director of Communication and Information Systems Directorate im bulgarischen Innenministerium.

"Die Lieferung von Equipment und Dienstleistungen für das EES-Projekt an den Luftgrenzen ist eine Fortsetzung unserer langfristigen Partnerschaft mit secunet, und ich glaube, dass wir gemeinsam die beste und am weitesten entwickelte EES-konforme Technologie liefern, die dem bulgarischen Innenministerium und der bulgarischen Grenzpolizei helfen wird, die neuen Regularien voll umzusetzen. Die Lösung wird die Grenzkontrollen automatisieren und sowohl für EU-Bürger als auch für Reisende aus Drittländern den Grenzübertritt verkürzen", erklärt Nikolay Paunov, General Manager, SSARM Ltd.


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