Bundespolizei testet Identitätsfeststellung mit dem Smartphone

Die Bundespolizei setzt eine Fahndungs-App für Smartphones zurzeit in einem Pilotprojekt für die mobile Identitätsfeststellung sowie zur Prüfung elektronischer Ausweisdokumente ein.

Bei der Personenprüfung sind Polizisten vermehrt auf hochmobile Systeme angewiesen, die relevante Ergebnisse in Echtzeit liefern. Denn unerkannte Fälle von Identitätsmissbrauch haben mitunter schwerwiegende Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit. Da die Anzahl der Fahndungsabfragen in den letzten Jahren stetig gewachsen ist, sind zudem Lösungen gefragt, die die Effizienz bei der Personenidentifikation erhöhen.

In einem Pilotprojekt mit der Bundespolizei hat secunet eine Smartphone-App zur Identitätsfeststellung realisiert. Diese Fahndungs-App basiert auf dem Produkt secunet bocoa, einem Bestandteil der Produktfamilie secunet biomiddle. Die App und die dazugehörige secunet biomiddle Infrastruktur ermöglichen das mobile Auslesen und Prüfen elektronischer Identitätsdokumente und unterstützen damit den der Fahndung vorgelagerten Teilprozess der Identitätsfeststellung. Notwendige Hintergrundsysteme werden hierbei automatisiert abgefragt, die Anbindung der mobilen App an das Fahndungssystem der Bundespolizei ist Teil des Pilotprojekts. Die Fahndungs-App zeigt die Ergebnisse der Prüfung direkt auf dem Smartphone an.

Im Vergleich zur bisherigen Praxis des Datenabgleichs über Sprechfunk bietet die Fahndungs-App der Bundespolizei einen Zeit- und Sicherheitsgewinn, da die relevanten Informationen für die mobile Dokumentenprüfung und Fahndungsabfrage schneller und sicherer zur Verfügung stehen. Medienbrüche, Eingabe-, Übertragungs- und Transkriptionsfehler werden vermieden. Die Fahndungs-App ist mit gängigen Android-basierten Smartphone-Modellen kompatibel. Die Bundespolizei setzt sie im Rahmen des Pilotprojekts aktuell bereits ein.