secunet veröffentlicht Jahresabschluss 2011

Der Konzernumsatz der secunet Security Networks AG ist gegenüber dem Vorjahr um 7% von 59,5 Mio. Euro auf 55,6 Mio. Euro zurückgegangen. Grund dafür ist, dass das Produktgeschäft (Hardware und Lizenzen) aufgrund von Umstrukturierungen bei Großkunden wie der Bundeswehr und aufgrund von Projektverschiebungen bei internationalen Bedarfsträgern hinter den Erwartungen zurück geblieben ist. Demgegenüber war der Dienstleistungsbereich der secunet Security Networks AG (Beratung und Entwicklung) ab der Jahresmitte 2011 voll ausgelastet. Die daraus entstandene positive Wirkung konnte den Rückgang im Produktgeschäft allerdings nicht kompensieren.

secunet ist schwerpunktmäßig für öffentliche Bedarfsträger tätig: 85% der Umsatzerlöse wurden im Unternehmensbereich Public Sector erwirtschaftet, darunter 54% im Geschäftsbereich Hochsicherheit (SINA-Produktlinie) und 31% im Geschäftsbereich Government (e-Government-Beratung, IT-Sicherheit in Behörden, Biometrie und hoheitliche Dokumente, elektronische Steuererklärung ELSTER). Der Umsatz im Geschäftsbereich Hochsicherheit – im Wesentlichen Produktgeschäft – ging von 33,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 29,8 Mio. Euro zurück, während Government hauptsächlich mit Dienstleistungen eine Steigerung der Umsatzerlöse von 14,9 Mio. Euro im Jahr 2010 auf 17,4 Mio. Euro im Jahr 2011 erzielte.

15% der Umsatzerlöse im Jahr 2011 erwirtschaftete der secunet-Konzern im Industrie-Bereich (Unternehmensbereich Private Sector). Sowohl im Geschäftsbereich Business Security (IT-Sicherheit für Unternehmen) als auch im Geschäftsbereich Automotive Security (IT-Sicherheit im Automobil und der Automobilproduktion) gingen die Umsatzerlöse zurück. Hier wirkten sich im Wesentlichen kurzfristige Schwankungen im Investitionsverhalten der Abnehmer aus.

Der Auslandsumsatz mit secunet-Produkten und Lösungen nahm von 4,8 Mio. Euro im Jahr 2010 auf 5,0 Mio. Euro im Jahr 2011 leicht zu. Der Beitrag der Auslandsumsätze zum Konzernumsatz stieg entsprechend von 8% im Vorjahr auf 9% im Geschäftsjahr 2011.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des secunet-Konzerns ist im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. Euro oder 6% von 3,6 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro gestiegen. Dies liegt daran, dass die Kosten über alle Bereiche in Summe stärker gesunken sind als der Umsatz: Wesentliche Einflussfaktoren waren rückläufige Vertriebs- und Verwaltungskosten.

Gegenüber dem Vorjahr ist die steuerliche Belastung der Gesellschaft zurückgegangen: Dadurch stieg der Jahresüberschuss noch stärker als das EBIT: Er nahm um 49% von 1,8 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro zu. Das Ergebnis je Aktie stieg entsprechend von 0,28 Euro auf 0,42 Euro.

„Aufgrund der verhaltenen Nachfrage unserer Kunden haben wir im Jahr 2011 Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. secunet ist im Projektgeschäft tätig: eine hohe Volatilität ist hier gegeben“, kommentiert Rainer Baumgart, Vorstandsvorsitzender der secunet Security Networks AG. „Da wir gleichzeitig eine deutliche Steigerung von EBIT und Jahresüberschuss erzielen konnten, bewerten wir das Geschäftsjahr 2011 insgesamt als zufriedenstellend.“

Für das Geschäftsjahr 2012 ist der Vorstand optimistisch. Die Gesellschaft ist personell sehr gut aufgestellt, Produkt- und Dienstleistungsportfolio entsprechen den Bedürfnissen der Kunden. Gleichzeitig ist im vergangenen Jahr die Investitionsbereitschaft bei Behörden und Unternehmen hoch gewesen: secunet konnte einige größere Projekte akquirieren. Damit nahm der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2011 von 26,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 39,5 Mio. Euro zu. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand auch weiterhin einen hohen Auftragseingang. Insgesamt leitet sich hieraus für 2012 eine Wachstumsprognose ab: Geplant sind Umsatzerlöse um 60 Mio. Euro, ein EBIT um 5 Mio. Euro sowie ein Jahresüberschuss um 3,5 Mio. Euro.

„Die IT-Infrastrukturen sind unverändert akuten Bedrohungen ausgesetzt: Allein aus diesem Grund wird der Markt für IT-Sicherheit weiter wachsen. Zudem steht und fällt der Nutzen der Anwendungen von zum Beispiel Cloud Computing und Mobile Devices mit der IT-Sicherheit“, so Dr. Baumgart. „Wir sind für diese Bedarfe gut aufgestellt und als Partner für erfolgreiche Projekte anerkannt, sowohl für den deutschen Markt als auch im Ausland. Auf dieser Basis gehen wir optimistisch in das laufende Geschäftsjahr 2012“.


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