secunet: Jahresabschluss 2009, Ausblick 2010

Das starke Umsatzwachstum des secunet-Konzerns resultiert im Wesentlichen aus erfolgreichen Vertriebsaktivitäten im Bereich der öffentlichen Bedarfsträger. Positiv wirkten sich zudem Beauftragungen aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung aus. Der Geschäftsbereich Hochsicherheit erwirtschaftete mit 38,9 Mio. Euro oder 59% den größten Teil des Konzernumsatzes. Hauptumsatzträger in diesem Geschäftsbereich ist die Sichere Inter-Netzwerk Architektur SINA, die der sicheren Bearbeitung, Speicherung und Übertragung von Verschlusssachen (VS) sowie anderen sensiblen Daten dient. 26% der Umsatzerlöse oder 17,1 Mio. Euro wurden im Geschäftsbereich Government erzielt, unter anderem mit der Beratung von Behörden in Fragen der IT-Sicherheit, rund um hoheitliche Dokumente (elektronischer Reisepass und Personalausweis) und Biometrie sowie mit IT-Sicherheit für die elektronische Steuererklärung ELSTER. Sowohl Hochsicherheit (plus 36%) als auch Government (plus 32%) konnten ihre Umsatzerlöse kräftig steigern. Die Geschäftsbereiche Business Security und Automotive Security, die sich mit ihrem Angebot an die private Wirtschaft wenden, verzeichneten aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise sinkende Umsatzzahlen. Im Bereich Business Security wurden im Geschäftsjahr 2009 9,1 Mio. Euro erzielt, nach 9,5 Mio. Euro im Vorjahr. Automotive Security erwirtschaftete 1,2 Mio. Euro nach 1,6 Mio. Euro im Jahr 2008. Der Auslandsvertrieb von secunet war ebenfalls von der Krise betroffen: Der Auslandsumsatz mit secunet-Produkten und –Lösungen nahm von 11,4 Mio. Euro im Jahr 2008 auf 7,1 Mio. Euro im Jahr 2009 ab.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist mit 136% weit überproportional zum Umsatz gestiegen: Nach 1,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2008 wurden im Jahr 2009 4,4 Mio. Euro erzielt. Grund für die mehr als Verdopplung des EBIT ist vor allem das gewachsene Produktgeschäft mit SINA, aus dem Skaleneffekte generiert werden. Hinzu kommen Erträge aus der Zunahme des Government-Geschäfts aufgrund der sehr guten Kapazitätsauslastung. Die einzelnen Aufwandspositionen zeigen ein dazu passendes Bild. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind, bedingt durch die Hardware-Lieferungen im stark gewachsenen SINA-Geschäft, um 29% auf 28,8 Mio. Euro am stärksten gestiegen. Der Personalaufwand nahm um 18% zu und stieg auf 22,2 Mio. Euro. secunet beschäftigte zum Ende 2009 284 Mitarbeiter, das sind 7% mehr als im Vorjahr. Die Zunahme der Belegschaft und die im Vergleich zum Vorjahr höhere ergebnisabhängige variable Vergütung erklären die Steigerung des Personalaufwands. Die Abschreibungen sind mit 0,8 Mio. Euro leicht um 2% gegenüber dem Vorjahr zurück gegangen, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 13% auf 10,6 Mio. Euro.

Der Jahresüberschuss des secunet-Konzerns beträgt 2,9 Mio. Euro, das sind 67% mehr als im Vorjahr (1,7 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie nahm von 0,27 Euro auf 0,45 Euro zu.

"Auf den Erfolg von secunet im Jahr 2009 sind wir besonders stolz, da wir im Umfeld der Krise sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis steigern konnten", kommentiert Dr. Rainer Baumgart, Vorstandsvorsitzender der secunet Security Networks AG. "Das profitable Wachstum 2009 zeigt, dass unsere auf Nachhaltigkeit ausgelegte Wachstumsstrategie greift."

Das Geschäftsjahr von secunet hat traditionell seinen Schwerpunkt im 4. Quartal. Dies war auch 2009 der Fall: rund 56% des Jahresumsatzes oder 37,2 Mio. Euro wurden im Q4 erwirtschaftet. Durch die damit verbundene umfangreiche Fakturierung nahm auch der Forderungsbestand zum Stichtag 31.12.2009 stark zu. Aus diesem Grund ist der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit mit -0,1 Mio. Euro leicht negativ, gegenüber einem Vorjahreswert von 5,6 Mio. Euro. Entsprechend lag der Bestand liquider Mittel mit 14,7 Mio. Euro zum Stichtag 31.12.2009 leicht unter dem Bestand am Vorjahresende (15,9 Mio. Euro).

Zum Jahresende 2009 betrug der Auftragsbestand der secunet Security Networks AG 30,3 Mio. Euro (Vorjahr 31,1 Mio. Euro). Der anhaltend hohe Auftragsbestand stimmt für das Geschäftsjahr 2010 ähnlich positiv wie für das Jahr 2009. Die Unsicherheit der konjunkturellen Rahmenbedingungen, die unverändert schwache Nachfrage der privaten Wirtschaft und die Debatte um die Haushaltskonsolidierung im öffentlichen Bereich veranlassen den Vorstand der secunet Security Networks AG zu einer konservativen Prognose für das Jahr 2010. So wird mit stabilen Umsatzerlösen bei einem unverändert hohen EBIT gerechnet.

"2010 wird ein anspruchsvolles Jahr – wir sind daher mit unserer Prognose zurückhaltend", so Dr. Rainer Baumgart. "Ab 2011 werden große Themen mit großen Projekten – unter anderem der elektronische Personalausweis, neue Kommunikationsinfrastrukturen der öffentlichen Hand, die Modernisierung der mobilen Systeme bei der Bundeswehr – sowie der Anstieg der Nachfrage aus dem Ausland voraussichtlich wieder zu einem Wachstum von rund 10% beitragen."

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Diese Presseinformation enthält vorausschauende Aussagen. Vorausschauende Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben; sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Jede Aussage in dieser Presseinformation, die unsere Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen (sowie die zugrunde liegenden Annahmen) wiedergibt, ist eine vorausschauende Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der secunet Security Networks AG derzeit zur Verfügung stehen. Vorausschauende Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.


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